Die Gesamtrentabilität (auch Gesamtkapitalrendite genannt) misst die wirtschaftliche Leistung einer Immobilie im Verhältnis zum eingesetzten Gesamtkapital – also sowohl Eigen- als auch Fremdkapital. In der Schweiz ist sie eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Effizienz und Attraktivität einer Immobilieninvestition. Die Berechnung erfolgt in der Regel nach folgender Formel: (Jahresertrag vor Zinsen / Gesamtkapital) × 100. Berücksichtigt werden dabei Mieteinnahmen, Bewirtschaftungskosten, Unterhalt, Leerstände sowie allfällige Steuern. Eine hohe Gesamtrentabilität weist auf eine effiziente Nutzung des eingesetzten Kapitals hin, eine niedrige kann auf Verbesserungspotenzial oder Risiken hindeuten. Für Investoren dient die Kennzahl als Vergleichsinstrument zwischen verschiedenen Projekten oder Anlageklassen. Bei Finanzierungen achten Banken ebenfalls auf diese Grösse, um die Tragbarkeit und das Risikoprofil eines Objekts zu bewerten. Die Gesamtrentabilität sollte immer im Kontext von Standort, Nutzung, Lebenszyklus und Marktumfeld interpretiert werden.