Die Baureserve bezeichnet das ungenutzte bauliche Potenzial eines Grundstücks im Rahmen der geltenden Bau- und Zonenordnung. In der Schweiz ergibt sich die Baureserve aus der Differenz zwischen der bestehenden Überbauung und der maximal zulässigen Ausnützung gemäss Bebauungsplan oder Zonenvorschriften. Sie kann sich auf Erweiterungen bestehender Gebäude, zusätzliche Neubauten oder eine Aufstockung beziehen. Die genaue Ausnützungsziffer (AZ) oder Geschossflächenziffer (GFZ) bestimmt, wie viele Quadratmeter Bruttogeschossfläche zulässig sind. Für Eigentümer und Investoren stellt die Baureserve ein wertvolles Entwicklungspotenzial dar, das bei richtiger Planung zu Ertragsteigerungen führen kann. Eine Prüfung durch Architekten oder Planer zeigt auf, wie die Reserve realisiert werden kann – unter Berücksichtigung von Grenzabständen, Erschliessung, Baubewilligungen und Nachbarrechten. Auch im Rahmen von Sanierungen oder Verdichtungsstrategien gewinnt die Baureserve zunehmend an Bedeutung. Ihre Bewertung ist ein zentraler Bestandteil jeder Immobilienanalyse.